Nord-Vietnam und -Laos
25 08 2010
Die erste station in viertnam war Hanoi. Eine nicht ausserordentlich schoene stadt, nichts besonderes aber sehr belebt. Ich wurde von meinem hotel abgeholt und musste erstmal schmunzeln als ich den fahrer sprechen gehoert habe. Vietnamesisch hoert sich – jedenfalls hier im norden von Vietnam – an als wuerden sie betrunken sein und nicht mehr alles klar aussprechen koennen. Regeln im strassenverkehr gibt es hier nicht. Kaum ampeln, keener haelt an zebrastreifen und spuren warden nicht eingehalten. Wer wartet, der hat verloren!! Einfach drauf los. Erinnert mich sehr an indonesien. Die strassen sind voll von mopeds, es gibt nie eine freie luecke wo man mal schnell ueber die strasse kann, man muss einfach los laufen, die leute werden einen schon nicht anfahren.
Die 2-tages-tour an der ostkueste von Vietnam entlang der halong bay war unglaublich schoen! Ganz anders als Hanoi, konnte man hier relaxen und die idyllische landschaft und schon fast mysterioese stille geniessen! Hunderte von mehreren hundert metern hohe inseln ragen aus dem wasser heraus; inseln aus steilen felsklippen. Mit nur 10 leuten an bord (da muss man glueck haben so ein grosses boot mit so wenigen leuten teilen zu muessen) konnten wir vietnamesisches essen geniessen, sind durch tolle hoehlen gegangen, kajak um die inseln gefahren (wo es ploetzlich wie aus eimern gegossen hat und wir platschnass zurueckkamen), von dem obersten deck des bootes gesprungen sind (eine echte mutprobe fuer mich!), schwimmen gegangen und schliesslich in einer bucht abendessen und karaoke genossen haben. Ein toller ausflug!
Nach Hanoi ging es weiter in den norden Vietnams, in die berge. Wir haben uns ein moped gemietet und haben alles selbststaendig erkundet anstatt eine bloede standard touri tour zu buchen. Per nachtbus sind wir nach sapa gefahren, ein bus, in dem man schlafen konnte, also richtig ein bett hatte, was die 10 std fahrt um einiges ertraeglicher macht! In sapa angekommen wurde man von den ethnischen minderheiten, die in dieser region leben, umzingelt und leider auch nie wieder in ruhe gelassen. Sie fragen einen aus, folgen dir auf schritt und tritt (eine gruoppe von 5 bis 6 frauen), egal wohin, zum hotel, dann warten sie bis du wieder aus dem hotel kommst und begleiten dich zum restaurant, warten wieder vor dem restaurant usw. Den ganzen tag!!! Aber super lieb und nett (dauerhaft am laecheln), wollen dich einfach nur ueberreden in ihr dorf zu kommen und schliesslich etwas zu kaufen. Verschiedene doerfer mit verschiedenen ethnischen minderheiten liegen um sapa herum. Auch hier haben sie dich gleich empfangen und sind nicht mehr von deiner seite gewichen, was aber sehr gut war, den dadurch hat man viel ueber die kulturen gelernt (alle konnten englisch). Sie haben von dem familien leben erzaehlt, von prozedur der heirat (z.b. muss ein mann der familie der frau einen ochsen spenden um um die hand der frau anzuhalten), von der herstellung der kleidung und vieles mehr. Jede ethnische minderheit pricht eine andere sprache, aber es wird auch untereinander geheiratet. Die landschaft im norden war unglaublich schoen! Wie man es aus dem fernseher kennt, reisfelder und berge, wolken, die in den Bergen haengen..
Danach ging es auf eine extreme abenteuerliche fahrt rueber nach laos, die 2-3 tage gedauert hat. Da zur zeit regenzeit ist, geht man ein risiko ein, mit dem bus die grenze zu ueberqueren, man weiss nie ob man ankommt, wo auch dazu kommt, dass die busse ziemlich alt sind und mal schnell ne panne haben. Die strassen sind keine strassen, eher schotter und sand oder matsch, man faehrt sehr oft durch komplette fluesse und man fuehlt sich als wuerde man auf nem stier reiten, total aufregend aber auch suuuuper anstrengend. Man kan keine einzige minute schlafen und man braucht gute bandscheiben ;-). Ganz untypisch fuer mich – an der grenze zu laos angekommen stand ich dam it meinem passport und hatte kein passfoto fuer das visum mit! Oh man! Ich dachte schon ich kann nicht einreisen, aber fuer die lao kein problem, ein paar US dollar mehr und die sache war geritzt..
Im gegensatz zu Vietnam sieht man in laos nicht zo viele reisfelder, mehr berge mit dschungelartigen waeldern. Die haeuser der menschen bestehen meistens aus bambus oder rattan, also komplett oekologisch und die menschen sind sehr sehr ehrlich. Sie geben dir die gleichen preise wie fuer einheimischen! (anders als in Vietnam). Die aktivitaeten hier konzentrieren sich auf trekking, trekking, trekking oder radfahren, alles dreht sich um doerfer und landschaft..

Hanoi




water puppetry, eine ganz tolle vorstellung mit puppen im wasser, die geschichten nacherzaehlen und musik, beruehmt fuer hanoi

cave at halong bay


Halong Bay



mann auf boot beim zaehne putzen..


landschaft bei sapa




